Walks in two Parks

Heute geht es ins Grüne, d.h. in zwei der New Yorker Parks, genauer gesagt zwei Parks in Manhattan, nämlich den Central Park und den High Line Park.

Central Park

Fangen wir mit einem der wohl bekanntesten Parks der Welt an, dem Central Park in Uptown Manhattan. Mit fast vier Quadratkilometern nimmt er etwa 6% der Fläche Manhattans ein; das ist eine ganze Menge, wenn man sich überlegt wie unfassbar teuer Bauland in dieser Stadt ist. Auch diese Zahlen könnte ich jetzt bei Wikipedia nachgucken und dann hier als meine Erkenntnisse verkaufen, aber ich mach das mal nicht. Der Central Park bietet fast alles, was man für einen netten Tag draußen so gebrauchen kann: wunderbare Blicke auf die umstehenden Hochhäuserzeilen, wie auf diesem Foto, welches die Perspektive über das Reservoir auf die Stadt eröffnet.

Es gibt aber auch kleine Wege, die durch größere Waldstücke führen. Es wäre sehr schön, wenn ich behaupten könnte, man vergesse dabei, dass man in New York ist; leider stimmt das so nicht ganz, denn ich denke immerzu: „Geil, New York, ay“ (das ist kein Witz, dieser Text läuft als Dauerschleife).

Mitten im Park gibt es den „Great Lawn“ auf welchem man die Einheimischen bei Softballspielen beobachten kann. Das ist zwar ähnlich langatmig wie professionelles Baseball, aber ich finde Sport ja bekanntlich ganz gut.

Das zweitcoolste an diesem Tag im Central Park waren die „Central Park Dance Skaters“, d.s. Menschen allen Alters und Geschlechts, die sich hier im Park treffen, laute Soul- und Disco-Musik hören und dabei auf ihren Rollschuhen oder Inlineskates mehr oder weniger gelungene Tanzeinlagen bringen.

Die Frage, was wohl das „erstcoolste“ gewesen sein mag ist berechtigt! Nun, hier ist es:

Na, wer hat’s erkannt? Es ist natürlich der Felsen über den Bruce Willis in „Stirb Langsam: Jetzt erst recht“ (blöder Titel, großartiger Film) mit einem konfiszierten Taxi springt. Der Film ist übrigens allein deshalb schon großartig, weil Willis direkt im Unterhemd beginnt und daher keine fadenscheinigen Situationen herbeikonstruiert werden müssen, in denen er sich für das Unterhemd und gegen Pullover oder ähnliches entscheiden darf.

High Line Park

Der High Line Park ist mein – ACHTUNG – absolutes Highlight bisher. Auf einer ehemaligen Bahnstrecke, über welche tote Tiere in den Meatpacking District gekarrt wurden (nachdem der ebenerdige Transport dann doch zuviele menschliche Opfer gefordert hatte), findet sich über eine sehr lange Strecke (deren Distanz ich jetzt nicht nachgooglen will) der coolste Park New Yorks. Man kann hier weder Frisbee spielen, noch anderen sportlichen Tätigkeiten nachgehen, aber man kann sehr weit auf Höhe der fünften und sechsten Stockwerke der umliegenden Häuser latschen und das ist ja auch schon mal was.

Links und rechts am Wegesrand sind Sträucher, Gräser und Büsche; der Weg ist recht schmal. An einem der beiden Eingänge gibt es eine Art Wasserspielplatz, an dem man entweder den Kindern bei ihrem Schabernack zuschauen oder selber Barfuß rumlatschen kann um sich abzukühlen. Leider habe ich kein Foto davon, da selbst ich zu sehr mit Schabernack und planschen beschäftigt war.

Etwa auf der Mitte des Weges liegt der wunderbare Zoo, in welchem Löwen, Giraffen und allerlei andere Tiere fröhlich koexistieren und das Auge erfreuen.

Der High Line Park wird in Zukunft auch noch erweitert. Die ehrenamtlich Beschäftigten sind derzeit eifrig damit beschäftigt den nächsten Teil – ACHTUNG – gangbar zu machen.

andere

Natürlich war ich mittlerweile auch in anderen Parks, aber weniger aus touristischem Interesse, sondern eher zum Zwecke der Erholung von meinem ach-so-anstrengenden Leben hier. Der Prospect Park in Brooklyn ist von den gleichen Leuten entworfen worden, die auch den Central Park verantwortet haben, und man sagt, sie hätten ersteren besser gefunden. Das ist mir zwar egal, spricht aber schon dafür, dass der Park sich lohnt. Ich war dort anlässlich des „Celebrate Brooklyn“ Festivals, auf welchem zahlreiche gratis Konzerte angeboten werden. Leider habe ich Wilco verpasst, weil ich dummerweise einen Tag zu spät davon erfahren habe.

Auch der Hudson River Park ist wirklich sehr cool. Unter der Washington Bridge hindurch geht es direkt an den Hudson, man blickt auf New Jersey (wenn man will) und kann sich von der frischen Luft verwöhnen lassen, denn New York ist schon sehr stickig. Ich war dort mit Kollegen aus dem Institut zu einem Picknick. Man kann an der Stelle an der wir waren sogar ins Wasser gehen und schwimmen, allerdings lassen der Bräunegrad des Wassers und der ein oder andere rückenschwimmende Fisch es wenig ratsam erscheinen. Hier nun noch ein letztes Foto, dieses Mal von mir im Hudson River Park mit meinen Kollegen und meinen doch sehr kurzen Haaren (insgeheim überlege ich mir ne richtige Hipster Frisur machen zu lassen … hier kennt mich ja keiner und ich könnte ne völlig neue coole Person werden … naja, mal sehen).


4 Antworten auf „Walks in two Parks“


  1. 1 Robert 12. August 2012 um 20:17 Uhr

    Oja, ich wünsche mir den Esch mit einer Götze-Gomez-Reus-Hipster-Frise!

  2. 2 timo 14. August 2012 um 12:01 Uhr

    das ist ja der alte klassiker: sich in einer phase der abwesenheit neu erfinden ;-) Dü bräuchtest dann vielleicht noch einen coolen brooklyn style nickname …
    Nebenbei: Wie kann man so bösartig sein und einen Park bauen, der höhenangstige Menschen wie mich diskriminiert??

  3. 3 Philipp 14. August 2012 um 16:49 Uhr

    Ich bin ja lieber am East River joggen. Der Hudson ist mir zu windig.
    Apropos windig: geile Frise. Wirkt besonders gut, wenn man auf deinem Facebook-Profil das aktuelleste Foto anklickt, aber dann einfach mal auf den Pfeil nach links.

  4. 4 Joern 14. August 2012 um 17:28 Uhr

    oh ja, die frise wirkt super im vergleich zu dem bis in die haarspitzen bekifften hippie bei faceclub.
    am east river kann man nicht so gut joggen, finde ich, voellig verbaut

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